Kappa Filter Systems GmbH hat sich dieser Aufgabenstellung intensiv angenommen und ein Hybridfiltersystem entwickelt, dass erstmals beide Emissionen, Feinstäube und Gerüche, hoch effizient und wirtschaftlich abscheidet. Je nach Aufgabenstellten können Einzelanlagen oder Gesamtsysteme, die sämtliche Emissionsquellen in den Gusshallen erfassen umgesetzt werden.
Den Kernbereich der Anlage bildet das Kappa Entstaubungs- und Kappa adCoat Abluftreinigungs-System. Das Kappa Entstaubungssystem arbeitet nach dem Prinzip der Oberflächenfiltration. Damit die Feinstäube nicht in das Filtermaterial eindringen und damit verstopfen können ist es mit einer feinporigen Oberfläche ausgeführt, auf der die eigentliche Filtration stattfindet. Aufgrund der Zusammensetzung der abgesaugten Emissionen aus Feinstäuben und gasförmigen Stoffen (Aminen, Gerüchen, VOC`s u. a.) ist der Kappa Entstaubungsanlage das Kappa adCoat Abluftreinigungssystem vorgeschaltet. Das KAPPA adCoat fördert eine definierte Menge an Reaktionsmittel (Additiv) in das Absaugsystem ein. Das Additiv umschließt die große Oberfläche des Filtermaterials mit einer definierten Reaktionsschicht, sodass sich ein stabiles Reaktionsbett ausbildet. In diesem Reaktionsbett werden die gasförmigen Emissionen wie Amine, Gerüche, VOC`s u. a. nach dem Festbettsorptionsprinzip abgeschieden. Zudem wird verhindert, dass Kondensationsprodukte mit klebrigen oder harzenden Eigenschaften direkt auf die Filteroberfläche gelangen und diese verkleben. Die eigentliche Filtration der Feinstaubfrachten erfolgt simultan zur Abscheidung der gasförmigen Emissionen, indem sich auf dem Reaktionsbett ein Filterkuchen aus den abgesaugten Feinstäuben anlagert. Das Gemisch aus Additiv und Emissionen lässt sich durch den intelligenten Systemaufbau problemlos von der Filteroberfläche entfernen. Die Reinigung der Filteroberfläche erfolgt lastabhängig und automatisch. Dies führt zu einer konstanten Durchsatzleistung der Anlage und verhindert das Verstopfen der Filteroberfläche. Nach der Abreinigung wird wieder Reaktionsmittel in das Absaugsystem eingebracht bis sich ein frisches Reaktionsbett ausgebildet hat. Darüber hinaus kann das Kappa adCoat im Normalbetrieb eine lastabhängig definierte Menge an Reaktionsmittel in das Absaugsystem einbringen. Dabei reagiert bereits im Absaugnetz ein Teil der Amine, Gerüche, VOC`s u. a. nach dem Flugstromsorptionsprinzip mit dem Additiv.
Das installierte Absaug- und Filtersystem arbeitet vollautomatisch und funktionssicher. Aufgrund der hochgradigen Abscheidung der Emissionen lässt sich die mitgeführte Wärmeenergie des Abluftstromes mit einem hohen Wirkungsgrad zur Erwärmung der Frischluft für die Gusshallen nutzen.
Steyr-Gleink, 09. April 2010